2013 Schenkung an die Stadt Neumünster 2013, zweiteilige Arbeit, dauerhaft präsentiert im Rathaus Neumünster. Das Kunstwerk entstand anlässlich meiner Teilnahme am Symposium „Erweiterte Sicht – Künstler sehen die Stadt Neumünster“

Text aus dem zugehörigen Flyer: „6 Millionen Nachbarn“ – Briefkästen sind wie Häuser. Wenn Häuser nicht bewohnt sind, strahlen sie schon bald eine trostlose Fremdheit aus. Trostlos, leer und unbehaust sollen auch die Briefkästen der jüdischen Einwohner aus Neumünster durch die verrosteten Briefklappen in meiner künstlerischen Arbeit die Zeitgeschichte dokumentieren. Fremdheit und Anonymität werden aber aufgehoben, wenn die ehemaligen Besitzer der Briefkästen aus Lebensgeschichten sprechen, die hier im Kunstwerk auf den Briefkästen zu lesen sind. Lebensgeschichten aus denen Erwartungen und Hoffnungen sprechen, die damals wie heute lebendig sind. 6 Millionen Juden waren keine Unbekannten! Es waren Nachbarn, Freunde, oder Geschäftsleute gleich um die Ecke!

Auf meinen Gängen durch die Stadt Neumünster, die eine Woche lang mein Gastgeber und künstlerischer Herausforderer war, stieß ich auf die Stolpersteine vor den Häusern in denen Opfer der Naziherrschaft gewohnt haben.Sie wurden in vielen Städten in einem Kunstprojekt zum Gedenken durch den Künstler Gunter Demnig verlegt.

Ich wollte mehr wissen und fand Literatur (Gerhard Scheurich, „Ein Stolperstein mit Fragezeichen“) zu Lebensgeschichten der betroffenen in Neumünster. Ich wollte das „Damals“ mit dem „Jetzt“ in Beziehung setzen.

6 Millionen Nachbarn

6 Millionen Nachbarn

„Mitmenschen“ (Wenn mancher Mann wüsste, wer mancher Mann wär.`..........“

Text aus dem zugehörigen Flyer: Anonymität lässt Raum für Ablehnung, Mutmaßungen und Vorurteile von beiden Seiten. Auf meinen Wegen durch Neumünster während des Symposiums habe ich die abweisende Anonymität von Wohnanlagen in Problemvierteln, wie es sie wohl in jeder Stadt gibt, sehr bewusst erlebt. Aus dieser Betroffenheit entstand der zweite Teil meiner Arbeit.

Mitmenschen

Mitmenschen

2016 Ankauf durch den Museumsverein Friedrichstadt für die Kultur – und Gedenkstätte „Ehemalige Synagoge“, Friedrichstadt, dort dauerhaft ausgestellt. Wandskulptur, Titel. „Menschen“.

Text aus dem zugehörigen Flyer: „Durch die KZ – Nummern wurden Juden aus ganz Europa und auch aus Friedrichstadt ihrer Persönlichkeit beraubt und nach unvorstellbaren Qualen und Misshandlungen bis auf wenige brutal getötet.

Indem ich in diesem Kunstwerk solche KZ – Nummern untereinander gereiht habe und in der Folge statt der KZ – Nummern auf den Keramikriegeln benannt habe, was Juden, wie alle Menschen sind, nämlich Nachbarn, Kollegen, Freunde, Väter, Kinder, Mütter, möchte ich den ausgelöschten Menschen symbolisch ihren Platz in unserer Gesellschaft zurückgeben.

Menschen

Menschen

2016 Übergabe und Schenkung des Kunstwerkes „Mit Maria“ (Entstanden im Rahmen des Kunstprojektes „Magnificat und Luther“ der Nordkirche) an die Vorpommersche Kirchengemeinde Semlow Eixen für die St. - Katharinen - Kirche - Leplow.

Mit Maria in der Kirche Leplow

Mit Maria in der Kirche Leplow

2017 Schenkung an KZ Gedenkstätte Lager Sandbostel „Hasoweh – Hommage an Herta Müller und alle, die den Hunger überleben wollten“

Dauerausstellung im Bereich der ehemaligen Lagerküche.

Hasoweh

Hasoweh

Hasoweh, Detail

Hasoweh, Detail

Hasoweh, Detail 2

Hasoweh, Detail 2